addz e. V. startet Marketingkonzept für Mitglieder

Ziel: Darmkrebszentren wirksam bei der Vermarktung helfen 

Teilnehmer erhalten finanzielle Unterstützung
Bewerbungsfrist zur Teilnahme bis 01. Oktober 2017
– Ergebnisse werden wissenschaftlich evaluiert

Die addz hat bei ihrer Mitgliederversammlung am 24. Juni 2017 im Kloster Banz einstimmig beschlossen, das seit Juli 2016 laufende Pilotprojekt zur Vermarktungs-Unterstützung von Darmkrebszentren fortzuführen und auszuweiten. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Institut für Health Care Management der Philipps-Universität Marburg unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Lingenfelder durchgeführt und wissenschaftlich ausgewertet.

Die Stiftung Lebensblicke wurde hierfür als inhaltlicher und medialer Partner gewonnen und unterstützt das Projekt ideell und finanziell.

Teilnehmer an dem Projekt haben die einmalige Chance, ihre bisherigen Vermarktungsaktivitäten durch ein professionelles Team überprüfen zu lassen und dabei maßgeschneiderte Handlungsempfehlungen zu erhalten. Darin enthalten sind u.a. ganz konkrete Vertriebs- und Kommunikationsinstrumente, die während der Projektlaufzeit stetig weiterentwickelt werden.

Konkret unterteilt sich das Projekt in vier Module, wobei Modul 1 verpflichtend ist:

  1. Vermarktungs-Checkup
    Jedes Darmkrebszentrum (DKZ) erhält einen 3-Phasen-Vermarktungscheckup, bei dem ein interdisziplinäres Team aus Wirtschaftswissenschaftlern und Kommunikationsexperten zunächst die vorhandenen Materialien zu Controlling, Vertrieb und Kommunikation prüft, dann bei einem Vor-Ort-Besuch Interviews mit Entscheidern des DKZ führt und abschließend seine Analyse-Ergebnisse präsentiert und priorisierte Handlungsempfehlungen ausspricht.
  2. Toolbox
    In einer sogenannten Toolbox werden Vermarktungsinstrumente zusammengestellt, die in der Praxis erprobt und in ihrer Wirksamkeit überprüft werden. So entsteht eine Auswahl evaluierter Instrumente, die allen Projektteilnehmern zur Verfügung stehen.
  3. Anwendung und Auswertung von Maßnahmen der ToolboxAuf Grundlage der Handlungsempfehlungen werden Maßnahmen und Instrumente je nach Bedarf des teilnehmenden DKZ von diesem selber oder mit Unterstützung von externen Spezialisten, die an dem Projekt teilnehmen, auf eigene Kosten umgesetzt. Mittels einheitlichem Schema werden die erzielten Effekte (insbes. Fallzahleffekte) unter Berücksichtigung von Rahmenbedingungen, Erfolgsfaktoren (Timing, Grad der Umsetzung, personelle Unterstützung etc.) usw. erfasst und durch das Wirtschafts-Team der Philipps-Universität Marburg ausgewertet.
  4. Erfahrungs- und Arbeitskreis der Teilnehmer
    Um den Lernprozess und den Austausch untereinander bezüglich Vermarktungsfragen und der Anwendung der Tools zu fördern, treffen sich die Teilnehmer des Projektes zweimal pro Jahr zu einem moderierten Erfahrungsaustausch.

Kosten sparen durch die Nutzung von Basistools
Im Projekt wird angestrebt, wirksame Marketinginstrumente einmalig als Basistools zu entwickeln und zu finanzieren. Diese können durch die teilnehmenden DKZ auf ihre individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Dadurch können Teilnehmer erheblich an Entwicklungskosten sparen. Als solche Tools in der Planung sind u.a.:

  • Basiskonzept (mit Layout und Textbausteinen) für einen nutzbringenden und repräsentativen Patientenratgeber
  • Basisprogrammierung eines Webtools zur patientenverständlichen Darstellung von Qualitätsergebnisseen aus dem Kennzahlenbogen der DKZ-Audits

Pilot-Zentren berichten von positiven Erfahrungen
Modul 1 des Projektes wurde im Rahmen einer Pilotierungsphase bereits an vier Darmkrebszentren erprobt. Die Zentren haben bei der Mitgliederversammlung von ihren sehr positiven Erfahrungen berichtet und dem Vorstand der addz die Fortführung des Projektes empfohlen.

Jetzt bewerben und finanzielle Unterstützung erhalten
Für den Vermarktungs-Check-Up ist eine Aufwandsentschädigung von 3.900 Euro zzgl. Reise- und Übernachtungskosten sowie gesetzl. Mwst. zu entrichten. Die addz unterstützt 20 Zentren dabei mit einem Beitrag von 1.500 Euro.

Die Bewerbungsfrist zur Teilnahme an dem Projekt endet am 01. Oktober 2017. Gehen mehr als 20 Bewerbungen ein, entscheidet das Los.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung zur Teilnahme mit kurzer Beschreibung des Zentrums an folgende Adresse:
e-Mail: info[@]ag-darmzentren.com

Fragen zum Projekt beantworten: Prof. Dr. Michael Lingenfelder und Prof. Dr. Benno Stinner

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